Auf Great Inagua leben rund 1.000 Einheimische und 80.000 westindische Flamingos. Die einzigen Einwohner von Little Inagua sind Esel, Ziegen und seltene Vögel. Zusammen ist das Inselpaar die drittgrößte Insel der Bahamas und wird einheitlich Inagua genannt. Die Insel ist ein absoluter Traum für Öko-Tourismus.
Wenn man das erste Mal seinen Fuß in die unberührte Umgebung des Inagua-Nationalparks setzt - der Park nimmt mit 743 Quadratkilometern fast die Hälfte der Insel ein und wird vom See Windsor dominiert -, ist es kaum zu glauben, das vor nur 30 Jahren die heute überwältigende Mehrheit der Haupteinwohner, also die westindischen Flamingos, vom Naturschutzbund Bahamas National Trust mit Unterstützung der Gesellschaft National Audubon Society vor dem Aussterben bewahrt wurden. Heute können Besucher eines der größten Brutplätze der westindischen Flamingos in der westlichen Hemisphäre wieder Zeuge des Spektakels werden, wenn die Flamingos zwischen März und April nisten und die erwachsenen Vögel schützend über ihren flauschigen weißen Küken stehen oder sie mit leckeren Shrimps füttern.
Die Insel ist auch Heimat vieler Wasservögel wie der ungewöhnlichen Rosalöfflern, Pelikanen, verschiedenen Reihern, Schwarznacken-Stelzenläufer und Bahamas-Spießenten. Einer der exotischsten Vögel auf Inagua ist der vom Aussterben bedrohte Bahama-Papagei: Mit seiner leuchtend grünen Farbe und dem reinweißen Kopf lebt er in den Eichbäumen von Inagua. Besucher des Nationalparks können sich glücklich schätzen, wenn sie einen Bahamakolibri entdecken, ein überwältigender einheimischer Schwirrvogel, der nirgendwo sonst auf der Welt zu finden ist.
Die Natur von Inagua hält noch weitere erstaunliche Sehenswürdigkeiten bereit wie den Kaninchenkauz, den Buntfalken bei der Balz und Fischadler. Im Herbst und Winter fliehen zahlreiche nordamerikanische Vögel vor der Kälte, um den Sonnenschein von Inagua zu genießen. Der wohl bekannteste Zugvogel ist der vom Aussterben bedrohte Michiganwaldsänger, der von seiner Brutstelle in Michigan hier herkommt.
Zusätzlich zu den vielen verschiedenen exotischen Vögeln können Besucher hier wilde Esel und die vom Aussterben bedrohten Süßwasser-Schildkröten beobachten. In Begleitung von erfahrenen Führern ist es möglich, die Kalksteinhöhlen von Inagua zu erkunden. Oder genießen Sie einfach die fabelhaften Strände und Schnorchelreviere.
Die Inseloberfläche von Inagua, der drittgrößten Insel der Bahamas, ist meist flach und rau. Der Nationalpark bedeckt mit 743 Quadratkilometer fast die Hälfte der Insel und wird vom Windsor-See dominiert. Auf Inagua leben rund 1.000 Menschen. Die Hauptstadt heißt Matthew Town und liegt an der Südwestküste.

















